Fläzen auf
der Kunstcouch
Huch, jetzt ist der Jänner schon vorbei. Und die Biennale quasi um die Ecke. Besonders jetzt, wo Adriano Pedrosa, der macht das heuer in Venedig, die Künstler*innen-Liste für die Hauptausstellung veröffentlicht hat – hier in Gänze zum Durchforsten. Durchforsten, das haben auch wir gemacht. Wir sind gestoßen auf Etel Adnan und Teresa Margolles – und so viele andere interessante Künstler*innen, die wir in Venedig wiederentdecken oder auch erst kennenlernen werden. An Margolles, die in den letzten Jahren nicht nur in Bozen, sondern vor Kurzem auch in der Ausstellung "Odor" im Ferdinandeum in Innsbruck zu sehen (riechen!) war, sei heute jedenfalls auch im Bild erinnert. Ihre Kunst ist mindestens so umstritten, wie der „Pudertanz“ in Bad Ischl – in die aktuelle Debatte könnt ihr hier noch einsteigen. Doris Uhlich war mit einer ihrer Performances 2022 ja in Innsbruck zu Gast. Innsbruck International hat sie damals eingeladen, die sind – wie die Biennale in Venedig – ja auch heuer wieder dran. Dranbleiben werden wir also auch da.
 
Dranbleiben bleibt ein gutes Stichwort, denn was würde das Jahr denn besser einläuten, als Arbeit, neue Projekte, die auf uns alle zukommen? Für Künstler*innen beginnt die Bewerbungszeit, für Residencies – in Tirol etwa auch für den RLB Kunstpreis. Der wird inzwischen zum 20. Mal vergeben. Hier kann man sich jedenfalls bewerben. Auf die Siegerin oder den Sieger wartet am Ende ja auch eine Ausstellung – wie zuletzt bei Anna Maria Bogner (im Bild). Das ist so ähnlich wie bei Heimspiel, das wie beim Fußball, auch auf den Heimvorteil setzt. Das Kunstprojekt, über das wir hier schon öfters gesprochen haben, vereint künstlerische Positionen aus der Ostschweiz und Vorarlberg – und zeigt ebendiese auch in Museen der Ostschweiz und Vorarlberg. Hier kann man sich für die heurige Ausgabe bewerben.
 
Nach all dem Bewerben und der Arbeit rundherum wartet hoffentlich auch für euch des abends eine gemütliche Couch. Die „Kunstcouch“ ist zwar nicht so gemütlich, aber trotzdem empfehlen wir sie euch. Es handelt sich dabei übrigens um den Podcast der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, in dem Psychotherapeut Umut Özdemir und Autorin Jaqueline Scheiber über den Alltag mit seinen Herausforderungen sprechen – und ganz nebenbei auch über Kunst. In der neuesten Folge etwa geht es um Gewalt. Hört rein – jeden Monat erscheint eine neue Folge. Alternativ könnt ihr auch ein Buch von Scheiber zur Hand nehmen, die so schön präzise (weibliche) Realitäten analysiert. In ihrem ganz persönlichen „Sanatorium“ hat Künstlerin Sophia Süßmilch übrigens auch mit Scheiber gesprochen – und ihr Buch „Offenheit“ ganz offen ausgelegt. Buch und Ausstellung (seht ihr im Bild) sei euch damit auch noch empfohlen. Schönes Fläzen auf der Kunstcouch!
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau von Büro für Gegenwartskunst)
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Bildcredits: (1) (c) TLM/Wolfgang Lackner (2) c) BfG, "Anna Maria Bogner. Ergo", Ferdinandeum Innsbruck, 2023 (3) c) BfG, Ausstellungansicht "Sanatorium Süßmilch", Francisco Carolinum Linz.

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