Ihr seid
dran
Heute lehnen wir uns zurück, denn ihr seid dran. Nicht mit dem Newslettern aber mit allem anderen – zumindest möchten das die Ausstellungen, die wir euch heute vorstellen. Frei nach der ICOM-Definition soll das Museum ja nicht mehr nur sammeln und bewahren. Es geht auch um Communities, die angesprochen werden wollen – am besten ganz direkt. Darum macht das (zurzeit umbaubedingt geschlossene) mumok in Wien derzeit etwa auch gemeinsame Sache mit dem MART in Rovereto und dem Boijmans Van Beuningen Museum in Rotterdam. Im EU-Kooperationsprojekt „The Floor is Yours“ streben die Häuser gerade nach „echter Inklusion und Partizipation“, heißt es hier. Im Rahmen von Residencies wird die Zusammenarbeit gefördert. Ob das funktioniert? Im gemeinsamen Spielen vielleicht. Um den Spieltrieb jedenfalls soll es schon mal in Salzburg gehen, wo das Museum der Moderne sein Jubiläumsjahr bald schon ebendiesem widmen will. „Spielen heißt verändern!“ heißt die Prämisse der neuen Sammlungsausstellung, die wir unbedingt sehen möchten. Ab 15. März dann. Empfohlen sei bis dahin das nicht minder aktive „Räume öffnen!“, wo sich rein räumlich Begegnungen mit den großen Namen (1x Erwin Wurm im Bild) ebenso finden wie schöne, kleine Entdeckungen.
 

Jetzt aber in medias res – oder einfach „It’s your turn“, wie das TAXISPALAIS in Innsbruck dieser Tage sagt. Das ist auch schon die einzige Anweisung. Zehn Künstler*innen haben für die aktuelle Schau (mehr oder weniger) mitgemacht, indem sie (Spiele-)Anleitungen entwickelten, die das Publikum in den Museumsräumen aktivieren soll. Also überlegt man sich Rapzeilen (für EsRAP etwa) oder schlüpft in die Rolle des Planeten Erde (bei Elisabeth von Samsonow). Die Künstler*innenliste enthält jedenfalls Namen, die allesamt schon einmal im TAXISPALAIS vertreten waren – oder demnächst gezeigt werden. Die Schau blickt also nicht ins Gestern, sondern auch ins Heute und nach Morgen. In jedem Fall ist „It’s your turn“ eine Ausstellung, in der das reine Bilderschauen einen nicht weiterbringt. Einen Einblick (mit Iman Issa) haben wir euch natürlich dennoch mitgebracht. Das reicht aber nicht. Man muss sich einlassen. Und schon selber hingehen – bis Mitte April habt ihr auch noch Zeit dazu.
 
Etwas kryptischer, aber dennoch irgendwie spielerisch geht es derzeit auch im Kunstraum Schwaz zu, könnte man sagen. Merlin Carpenter hat in den historischen Räumen nämlich abstrakte Malerei gehängt, die bestimmt auch den einen oder die andere von euch an das gute, alte Kreuzworträtsel denken lässt. Dazu passt auch die aufgelegte Edition, ein Kreuzworträtselheftchen samt Kuli. Das Problem: Wirkliche Antworten finden sich bei diesen absurden Anleitungen kaum. Vielleicht wissen die Pinguine mehr? 12 Plüschexemplare hat Carpenter in den Räumen nebst weißen „Lines“ auch ausgelegt. Eben auch so lässt sich Stress abbauen – oder? Mit „Stress Busters“ in Schwaz. Wenigstens temporär. Bis es zum nächsten Spielchen weitergeht. Bis nächsten Samstag also!
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Barbara Unterthurner (Obfrau von Büro für Gegenwartskunst)
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24.02.2024: Große Welt in kleinem Schaufenster
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10.02.2024: Wie viel ist zu viel?





 
 
Bildcredits: (1) (c) BfG, Ausstellungsansicht "Räume öffnen!", Museum der Moderne Salzburg (Mönchsberg); (2) c) BfG, Ausstellungsansicht "It's your turn", TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol; (3) c) BfG, Ausstellungsansicht "Merlin Carpenter: Stress Busters", Kunstraum Schwaz

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