Gegenwart
im Gestern
Guten Morgen aus Innsbruck! Wir haben grad in Sachen zeitgenössische Kunst ganz schön viel zu tun. Es gibt viel zu sehen, zu berichten, zu bestaunen, dran zu zweifeln. Zuletzt hatten wir in Innsbruck selbst so viel zu tun, dass wir hauptsächlich von hier berichteten. Wir wissen aber, es ist wieder Zeit rauszugehen. So war das bei uns immer schon – und ihr, die ihr uns lest, wisst Bescheid. Einige davon, unsere Liebsten, sind seit Anfang an dabei. Am 15. Mai jährt sich die Geburt unseres Newsletters nun zum dritten Mal. „Die Gegenwart grüßt“ wird tatsächlich 3! Das müssen wir feiern. Mit euch! Und mit – what else? – ganz viel Kunstschauen. Noch einmal kurz Innsbruck: Dort fliegt uns die Kunst gerade ja regelrecht entgegen. Im Ferdinandeum hat jetzt Silke Wagnersbürgersteig“, ein VW-Bus und eine ziemlich politische Arbeit, die die Abschiebepolitik Deutschlands ganz klar kritisiert, auf dem Balkon des Museums Platz genommen – seht ihr im Bild. Zeitgenössische Kunst nimmt sich Platz. Das gefällt uns. Bevor das Museum im Sommer übrigens für einige Zeit wegen Umbau schließt, wird kommende Woche noch der RLB Kunstpreis vergeben. Wer ihn bekommt? Davon berichten wir euch nächste Woche!
 
Zeitgenössische Kunst im historischen Museumsbau, ja, kennen wir – next! What about Gegenwartskunst im Kloster? Da kann man doch einmal hinschauen. Besonders wenn Elisa Barison, die bei uns schon einmal hier fleißig mitgearbeitet hat, ihre Finger im Spiel hat. Für das Kloster Neustift nahe Brixen hat sie jetzt „Abitarsi“ entwickelt und Theresa Bader, Ingrid Hora, insalata mista studio, Arianna Moroder, Barbara Tavella, Tobias Tavella und Paul Thuile eingeladen, sich einmal intensiv mit dem Atelier als Ort, als Raum, als Manifest und als Idee auseinanderzusetzen. Für den Mühlsaal in Neustift sind ortsspezifische Arbeiten entstanden, die wir uns bei der nächsten Fahrt über den Brenner unbedingt anschauen werden. Zumal der letzte Besuch in Neustift, mit all der Romanik, Gotik, dem Barock und Rokoko, die sich dort findet, auch schon wieder etwas länger her ist.
 
Okay, wir hatten Jetztkunst an der Fassade des Museums, Jetztkunst im Kloster – und jetzt: Kunst in der Villa. Das Künstlerhaus Bregenz mit seinem Park und seiner Lage gehört sicherlich zu den schönsten Kunstorten in Vorarlberg. Würden wir aus Tirol einfach mal behaupten. Seit 1953 ist das Haus die Heimat der heimischen Vereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs. Seit gestern ist dort die Ausstellung von Martin Walde zu sehen, der diese ganz schlicht mit „IT“ benannt hat. Ob er dabei an Steven King oder doch viel mehr an Sigmund Freud denkt, wird im Ankündigungstext hier jedenfalls nicht verraten. Vielleicht haben wir in diese beiden Buchstaben auch zuviel reininterpretiert. Wer Walde nicht kennt, kann ihn derzeit übrigens auch in Innsbruck nachholen. Die Galerie Rhomberg zeigt derzeit nur scheinbar fragile Papiere, auf denen Walde seine Fotografie dank eines ganz eigens entwickelten Prozesses festhält. Was entsteht, ist was ganz Eigenes, Seltsames. Seltsam übrigens, wie uns unsere Wege so schnell wieder nach Innsbruck gebracht haben. Das geht uns jetzt bald schon seit drei Jahren so. Auf drei weitere Newsletterjahre also 💜!
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau von Büro für Gegenwartskunst)
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Bildcredits: (1) (c) BfG  (2) c) BfG, Screenshot Instagram (3) c) BfG, Screenshot Instagram.

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