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Die Alpen sind die Alpen sind die Alpen – oder eben nicht. Es hat sich
so eingebürgert, dass auch dieser Newsletter einmal im Jahr in die Ferne
(also weit abseits der Alpen) reist, um Input von außen mitzubringen.
Und einmal nicht von den Alpen, dem Brenner und der Heimat Innsbruck zu
faseln. Nach Frankreich oder Finnland ging es heuer nach Dänemark, das
Land zwischen Nord- und Ostsee – und (für uns) vor allem das Land der
Museen. Denmarks Kunsthäuser sind enorm und einzigartig und ganz oft
ganz schön gelegen – und auch ganz schön teuer. Das muss man festhalten.
Dafür erwartet die Kunstliebhaber*innen in Dänemark ein ganzer
Regenbogen an Gegenwartskunst. R e g e n b o g e n ? Ja, durch so einen
kann man in Aarhus sogar wandeln. Olafur Eliasson hat’s gemacht, einen
ganzen Regenbogen entworfen für das Dach des ARoS Museums.
Gestrahlt hat dieser 2017 in die ganze EU, in diesem Jahr war Aarhus
nämlich europäische Kulturhauptstadt. Von dem Spirit von damals spürt
man heute noch viel, zumindest einbilden kann man es sich. Auch, wenn
man nur kurz vorbeischaut. Die Strahlkraft des AROS‘ jedenfalls, das
jetzt schon neben Eliasson auch tolle Arbeiten von Jenny Holzer oder
Anri Sala zeigt, soll nur weiter steigen: 2025 eröffnet das Haus den "The Dome", einen riesigen Skyspace von James Turrell gleich nebenan. Aber: So viel Spektakel muss nicht immer sein. In der charmanten Kunsthal Aarhus nebenan kommt man sogar mit freiem Eintritt rein.
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In den dänischen Museen kann man nicht nur internationale Künstler*innen entdecken, sondern durchaus auch heimische. Asger Jorn gehört mit seinem vielfältigen Ouevre zu den ganz Großen der dänischen klassischen Moderne. Dem hat sich das Kunsten Museum in Aarlborg verschrieben, das allein wegen seiner Architektur schon ein Hingucker ist. Der Finne Alvar Aalto hat da 1973 Einzigartiges geleistet. Jedenfalls zeigt das Kunsten Museum auch Künstler*innen aus dem Norden, unter ihnen Kristen Justesen oder Kaarina Kaikkonen
(im Bild) – deren feministische Kunst (Justesen) bzw. stoffliche
Einzigartigkeit (Kaikkonen) wir erst in Dänemark kennenlernten. Hier
lernt man also auch was. Auch, wie man Museen gestaltet, in denen sich
Menschen gern einfach gern aufhalten wollen. Dazu zählt neben dem ARoS
auch die bei Tourist*innen beliebten Museen Louisiana oder ARKEN – beide im Umland von Kopenhagen. Beide direkt am Meer. Beide fahren mit Franz Gertsch (im Louisiana) bzw. Anish Kapoor (im ARKEN) auch wortwörtlich große Kunst auf. Auch davon werden wir euch noch was zeigen. Hier bestimmt!
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Und ja, bleiben wir doch noch kurz in Kopenhagen, denn die (zumindest
für uns) weirdeste Location für zeitgenössische Kunst bekommt man dort
in der Cisternerne.
Vom idyllischen Park am Frederiksberg mitten in der Stadt, geht man für
Gegenwartskunst unter Tage. Runter in eine alte Zisterne, mit der
früher einmal die Trinkwasserversorgung der dänischen Hauptstadt
sichergestellt wurde. Wasser ist geblieben, die Kunst ist gekommen.
Aktuell von der US-Künstlerin Taryn Simon, die die alten Wasserhallen mit einer beeindruckenden Audioinstallation flutet. „Start Again The Lament“
trifft dabei einen ganz eigenen Ton, ist mal zartes Zweifeln und oft
lautes Zaudern – von den mitunter traditionellen Klagegesängen, die sich
daruntermischen, wird man dann endgültig getroffen. Dazu gehört, dass
man eben hauptsächlich hören muss – und bewusst in der Finsternis des
Ausstellungsspaces kaum etwas sieht. Diesen besonderen Ort dürfen wir
euch neben den vielen anderen Kunstorten in Dänemark also aktuell ganz
besonders ans Herz legen. Habt auch ihr eine Empfehlung, was Dänemark
angeblangt – oder andere Urlaubsorte? Dann immer her damit!
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Weitere Tipps findet ihr wie immer
drüben bei Instagram.
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau von Büro für Gegenwartskunst)
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Bildcredits: (1) (c) BfG (2) c) BfG (3) c) BfG.
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Büro für Gegenwartskunst –
Verein zur Förderung von Gegenwartskunst im Alpenraum
Höttinger Au 76, 6020 Innsbruck
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