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Geschichten für
2025 gesucht
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Wer dieser Tage durch die Städte wandert, sieht sie wieder. Die vielen
Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die in oranges Licht getaucht werden.
Unter dem Motto „Orange The World“
wird auch heuer wieder lichtstark an den Kampf gegen Gewalt an Frauen
erinnert. Auch bei uns in Innsbruck. Weil wir uns mit dem Licht
anknipsen etwas schwerer tun, setzen wir heute eine
Ausstellungsempfehlung als Akzent. Weibliche Geschichten, die bleiben.
Die Künstlerin Soli Kiani erzählt derzeit mit „in(human)“ im Klocker Museum von
genau dieser Gewalt an Frauen und der Oppression im ganz Allgemeinen.
Bei Soli Kiani und ihren riesigen Installationen aus Hanfseilen und
Textilien sind es vor allem die iranischen Frauen, die die Künstlerin
ins Zentrum stellt. Und ihrem Kampf gegen das Mundtot-Machen und für
Selbstbestimmung. Hier
mehr dazu. Die fließenden Materialien sind dabei Werkzeuge der Folter
und erinnern gleichzeitig an jene Haare, die nicht gezeigt werden
dürfen. Soli Kiani macht anderer Stelle aber sichtbar, was von höherer
Stelle aufwendig wegretuschiert wird, weil es unpassend erscheint. Wie
unpassend also, dass die Künstler*innen-Edition von Soli Kiani für die Ausstellung jetzt wiederum von Meta zensiert wurde. Das Klocker Museum hat sich gewehrt. Und weitergemacht. Gut so!
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Und wenn wir schon bei Frauen sind, die sich nicht unterdrücken lassen
und Künstler*innen, die trotzdem weitermachen – müssen wir euch sagen:
Wir freuen uns auf die Ausstellung von Esther Strauß im Taxispalais
in Innsbruck. Nächste Woche wird aufgesperrt. Wir dürfen vorab nochmal
an ein einen ziemlich erschreckenden Vorfall im Sommer diesen Jahres
erinnern. Als im Linzer Mariendom eine von Strauß' Arbeiten, genauer
gesagt eine gebärende Maria, geköpft wurde. Esther Strauß hat damals in
einem Interview von einem „Ausdruck patriarchaler Gewaltbereitschaft“ gesprochen – und die Parallele zu Femiziden gezogen, hier
könnt ihr das nochmal nachlesen. Diesen Konnex wollten anlässlich von
„Orange The World“ auch noch einmal wirken lassen. Inwiefern der
Fall im Schaffen von Strauß nachwirkt, wird man sehen. Bis 2. März habt
dann auch ihr Zeit, um „Kindeskinder“
in Innsbruck zu sehen. Bilder davon gibt es noch keine, weswegen wir
uns vor Ablauf des Kunstjahres nochmal an die Ausstellung von Neda Saeedi im
Taxispalais nnern. Nicht einfach so, sondern weil auch sie eine
Künstlerin ist, die uns mit ihrer Kunst nachhaltig beeindruckt hat.
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Und damit sind wir pünktlich im alten Jahr schon mitten im neuen
Kunstjahr gelandet. Gerade jetzt dreht sich ja schon alles um 2025. Hie
wie dort wird auf neue Jahresprogramme verwiesen. Mit ganz konkreten
Namen – oder einer guten Portion Rätselspaß. Das Kunsthaus Bregenz
etwa macht aus seiner dritten Ausstellung Ende 2025 ein großes
Geheimnis. Man hat nur die Kunst – und nicht den Namen, betonte Thomas
D. Trummer hier.
Fragen zur Autor*innenschaft werden also jetzt schon gestellt. Mal
sehen, ob das aufgeht. Nebenan in Liechtenstein sucht man indes noch
nach Geschichten für 2025. Für das 25-jährige Jubiläum, das 2025 ansteht. Und dafür seid ihr gefragt. Hier
alle Infos dazu. Wir sind jedenfalls froh, dass ihr unsere
(Kunst-)Geschichten noch nicht satt habt. Wir haben das Erzählen ja auch
nicht satt. Auch, wenn wir uns demnächst wieder in eine Winterpause
verabschieden werden. Ihr wisst schon: Kraft tanken, Kunst sehen. Das
macht gerade im schrillen Dezember besonders Spaß, wenn die Kunsträume
nochmal alles rausholen, Ideen zusammenwerfen und einfach zeigen zeigen
zeigen. Westlich von uns, in Vorarlberg und der Ostschweiz ist also
wieder Regionale- oder Heimspiel-Zeit. Bevor es in die neuen Ausgaben geht, schauen wir auch hier nochmal zurück. Beim Heimspiel 2021 waren wir ja dabei. Im Kunstraum Dornbirn u.a. – und haben eine Videoarbeit von Ursula Palla fotografiert.
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Weitere Tipps findet ihr wie immer
drüben bei Instagram.
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau von Büro für Gegenwartskunst)
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Büro für Gegenwartskunst –
Verein zur Förderung von Gegenwartskunst im Alpenraum
Höttinger Au 76, 6020 Innsbruck
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