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Vom Lost-Sein haben wir ja schon in unserem zuletzt ausgesandten
Newsletter geschrieben, dann hat es uns mit dem Lost-Sein ganz
persönlich erwischt. Aber wir sind wieder da. Stronger als zuvor. Auch,
wenn wir den Kunst-Wald immer noch vor lauter Kunstwerken nicht mehr
sehen. Wir machen das Beste daraus. Heute regiert die Devise "Mehr ist
mehr", wir schreiben von großen Ausstellungen, dichten Arrangements –
ja, der Überforderung. Es gibt sie auch im positiven Sinne. Und es geht
um Neues, wie es sich in einem Newsletter gehört. Neuerlich überfordernd war für uns z.B. die Schlagzeile "Alarmstufe Rot" in der Süddeutschen Zeitung. 200 Kunstwerke in den Bayrischen Staatsgemäldesammlungen könnten nach wie vor NS-Raubkunst sein, vermutet der Artikel hier.
Und die Nachfahren? Im Dunkeln gelassen? Viele Fragezeichen poppen da
bei uns auf. Ebenso wie bei vielen, die darauf reagieren – hier
etwa. Welche Geheimnisse lauern in anderen Sammlungen? Den verborgenen
Wahrheiten und Gefühlen der Menschen jedenfalls widmet sich gerade "Among The Invisible Joins" im Museion in Bozen. Ausgestellt: Die Sammlung Enea Righi.
Mit NS-Raubkunst hat diese Gegenwartskunstsammlung höchstwahrscheinlich
nichts am Hut, sie liefert ganz andere Antworten. Und noch viele
weitere Fragen. Also wirklich viele: 150 Werke von 80 Künstler*innen
sind auf 4 Stockwerken aktuell zu sehen. Eine Ausstellung zum
Sich-Verlieren. Und Sich-Wiederfinden. Hallo, Überforderung! Zwischen
Arbeiten von Roni Horn oder (mit im Bild) Anna Boghiguian. Noch bis 2. März ist die Ausstellung offen.
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Wenn wir schon in Südtirol sind, bleiben wir doch noch. Zu den News, die (kunstvollen) Schlagzeilen hier: Das Programm der StadtGalerie Brixen wird 2025 von Marco Pietracupa verantwortet. Und gestern ist die erste Ausstellung "Alle Anwesenden, die nie da waren"
(Titel = pure Überforderung!) auch schon gestartet. Pietracupa selbst
hat in der StadtGalerie auch schon ausgestellt. Welcome to the "Hotel Pietracupa"
hieß es 2014, gezeigt wurden Fotografien aus – ja, was? – Hotels eben.
Fotografien, die aber auch von der persönlichen Verbindung zu den
oftmals ziemlich unpersönlichen Buden erzählen, lest hier. Weniger Hotel, mehr Garten fordert dagegen die Biennale Gherdëina, noch bis 28. Februar läuft der Open Call
für Künstler*innen aus Südtirol, die mit ihrem Werk im Sinne des
"Commoning" mit-machen sollen. Eben, um die Entwicklung künstlerischer
Praktiken in Südtirol zu fördern. Und apropos Garten: Brixen bekommt
einen neuen – also, (Hofburg-)Garten. André Heller gestaltet ihn – ob das gut oder schlecht ist, entscheidet ihr. In der Nähe unserer Hood hat Heller ja schon die Swarovski Kristallwelten gestaltet. Und auch von dorther kommen News: Noch heuer wird eine neue so called "Wunderkammer" eröffnet. Chiharu Shiota
ist geladen, sehen konnte man ihre (Faden-)Kunst – davon haben wir
mehrfach berichtet – ja zuletzt quasi überall in Österreich.
Überfordernd sind die aufwendig geknüpften Arbeiten zudem. Und passen
also auch in den heutigen Newsletter. Im Bild erinnern wir an die
Installation "Who Am I Tomorrow?" im Kunstraum Dornbirn.
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Wenn ihr uns nach einem Thema fragt, dass uns ganz generell überfordert,
dann wäre das wohl die Klimakrise. Schwer zu greifen, schwer zu fassen –
besonders, wenn man nur in Katastrophen-Form über sie spricht. Neue
Erzählformen zu präsentieren, das hat sich die Tiroler Künstler*innenvereinigung für 2025 mal ganz generell vorgenommen – und das betrifft neben gesellschaftspolitischen Fragestellungen auch die Umwelt und unseren Umgang damit. Vik Bayer und Kaja Clara Joo haben sich in der neu eröffneten Doopelschau "Tipping Point Phantoms"
dazu ihre eigenen Gedanken gemacht – und nach Antworten in der
Gegenwart gebohrt. Also ganz bildlich gesprochen, jedenfalls bei Kaja
Clara Joo. Ihre Bohrschnecke aus Naturkautschuk begrüßt die
Besucher*innen aktuell im Kunstpavillon Innsbruck – eingefallen sind uns dazu natürlich die Arbeiten von Monira Al Qadiri, die den Bohrköpfen ja eine ästhetische Qualität abringt, wie man 2023 u. a. im Kunsthaus Bregenz sehen
konnte. Weniger zerstören, mehr fixen – darum geht es hingegen bei Vik
Bayer. Sie erzählt von einer sozial und ökologisch
verantwortungsbewussten (Orangen-)Genossenschaft in Sizilien. Und hat
dafür auch ein bisschen Natur ins Kunstpavillon reingelassen. Könnt ihr
bis 17. Mai in Innsbruck sehen. Vorbereiten kann man sich hier. Wer vom Lesen überfordert wird, kann sich den Ausstellungstext übrigens auch vorlesen lassen.
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Weitere Tipps findet ihr wie immer
drüben bei Instagram.
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau Verein "Büro für Gegenwartskunst")
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Büro für Gegenwartskunst –
Verein zur Förderung von Gegenwartskunst im Alpenraum
Höttinger Au 76, 6020 Innsbruck
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