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Scheitern ist schön. Jedenfalls, wenn man Fehler zulässt. Wir zum
Beispiel haben im Newsletter von letzter Woche von der Muse geschrieben –
und manchmal die Muße gemeint. Aber wer hat Zeit und Muße sich zu
beschweren? Ihr jedenfalls nicht. Also machen wir weiter. Und gestehen
ein, wenn Fehler passieren. Oder wir etwas verpassen. Wie z.B.
vergangene Woche in Bregenz, wo ein weiteres Kapitel eines
vorarlbergisch-südtirolerischen Kulturaustausches stattfand. Ohne uns! ReThinking.Tradition jedenfalls tat im Vorarlberger Landestheater und im Vorarlberg Museum
genau, was es im Titel bereits verrät: Es lotete Traditionen aus,
demontierte veralterte Denkmuster und Überzeugungen. Und zwar mit
Performances, Sophie Lazari, Christine Lederer oder Barbara Gamper waren dabei. Station gemacht hat ReThinking.Traditions ja schon vor bald einem Jahr bei LanaLive.
Falls der Performance-Schwerpunkt weiterzieht, das nächste Mal sind wir
dabei – hoffentlich! Auch wenn man eh nie alles sehen kann. Früh dran
jedenfalls sind wir bei SMAAT,
der Sustainable Mountain Arts Association Tyrol, die in Innsbruck
geboren wurde. Erst kommende Woche, am 23. April feiert die Initiative
seinen Einstand. Samt Mini-Ausstellung im Kino. Und einem Screening. Gezeigt wird jedenfalls u.a. „Elevated Art. Wer Kunst auf Berge stellt“, eine Doku über SMACH. und Michael Moling, mit dem wir hier
ja schon geplaudert haben. Auch über SMACH., seiner Dolomitenbiennale,
die heuer in die 7. Ausgabe geht. SMACH. und SMAAT – gehen die
Initiativen in eine ähnliche Richtung oder klingen sie nur ähnlich? Wir
werden berichten. Auch weiter von Kunst in Bergen. Zumindest wenn man
derzeit durch den Wald oberhalb von Buchen geht, findet man da dank insideout noch Kunst. Fast ein Jahr haben (u.a.) Andrea Lüths Skulpturen dort oben verbracht. Zu sehen ist ihre quietschbunte Malerei zurzeit übrigens auch in der Galerie Moto, ganz in der Nähe von Innsbruck. Ein Bild davon bekommt ihr von uns geliefert.
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Wer diesen Newsletter gerade unterwegs (zur Familie? zu den
Freund*innen?) empfängt, der hat heute wohl mindestens einmal schon
überlegt, ob diese Reise vielleicht einen Fehler war. Coming home for
... Easter (?) geht hierzulande nur selten ohne Stau. Tja, der längste
Bahntunnel der Welt aka BBT lässt eben auf sich warten. Aber immerhin:
Es wird gebaut und gebohrt am Brenner Basis Tunnel – das macht schon
länger auch Künstler*innen neugierig. Andrea Botto z.B., dessen Fotografie von Sprenungen wir 2022 im Innsitu in Innsbruck kennenlernen durften. Auch er war im BBT. "Landschaft als Performance" hieß seine Ausstellung in Innsbruck. Am "Durchgangsland" ist hingegen Fotografin Francesca Cirilli (und Kurator Stefano Riba) interessiert, deren gemeinsames Projekt derzeit im Foto Forum Bozen
zu sehen ist. Auch sie haben im Thema BBT gebohrt. Und sind zwischen
Franzensfeste und Mauls den Spuren von Vergangenheit und Gegenwart
nachgegangen. Dabei geht es, anders als bei Botto, nicht nur um die
Landschaft. Sondern eben um die Menschen, die (mit-)graben. Oder
sprengen. Wenn schon Kunst und Knall, dann aber richtig – ist bis heute
eher die Devise des Schweizer Künstlers Roman Signer. Peng! Ein Hinweis auf seine neue Ausstellung im Kunsthaus Zürich darf an dieser Stelle also nicht fehlen. Auch weil die so schön leise einfach "Landschaft" heißt.
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Und wer diesen – vielleicht nie ganz fehlerfreien – Newsletter daheim
empfängt, der sollte sich jetzt noch einmal schnell im Bett umdrehen.
Und weiterlesen. Denn immer kuscheliger geht es in Ausstellungen zu,
meint immerhin die Süddeutsche Zeitung. Und schreibt über "Well Beings" in Bochum, wo Künstlerin Valentina Karga
Objekte zeigt, die ihr Publikum zudecken. Und warm halten. Das tut
gerade in Zeiten der Angst gut. Soll uns Kunst also trösten? Ja, bitte!
Klar, dass angesichts dieser Frage nicht nur der Süddeutschen, sondern
auch uns – again! – jener riesige Teddybär einfällt, den Precious Okoyomon in der aktuellen Schau "One Either Loves Oneself Or Knows Oneself" im Kunsthaus Bregenz
platziert hat. Man darf sich raufklettern. Ihn streicheln. Chillen –
eben all das, was früher in Museen verboten war. Dass Kunsträume Orte
zum Wohlfühlen werden – wir sehen diesen Trend nicht als Fehler an. Wir
kuscheln uns rein. Auch wenn wir (manchmal!) Fehler machen.
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Weitere Tipps findet ihr wie immer
drüben bei Instagram.
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau Verein "Büro für Gegenwartskunst")
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Büro für Gegenwartskunst –
Verein zur Förderung von Gegenwartskunst im Alpenraum
Höttinger Au 76, 6020 Innsbruck
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