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Was zuviel ist, ist zuviel. Und auch wenn wir in ruhigeren Gefilden
leben, sind wir dennoch oft überfordert. Von der Fülle an Themen, die
besprochen werden wollen. Von der Fülle an Infos, die wir vermitteln
wollen. Was es neben dem deep dive halt braucht, ist Kürze. Und
Kuration. Das wollen wir liefern: gute Tipps, in wenigen Worten. Bevor
es losgeht, lassen wir die (Gegenwartskunst-)News aber doch
reinprasseln: KÖR Tirol kümmert sich auch 2025 um Kunst im öffentlichen Raum – für heuer wurden Störfaktoren
gesucht. Und jetzt gefunden. Während KÖR zuletzt vornehmlich Innsbruck
bespielt hat, wandert es durch ganz Tirol. In die Landschaft. In den
ländlichen Raum. In die Provinz. Es gibt "Schnee von morgen" und Themen, die kein Schnee von gestern sein dürfen – bei "Hinschauen" von Nicole Weniger etwa. Kunst gesucht (und noch nicht gefunden) hat derweil der Südtiroler Künstlerbund. Hier finden sich gleich zwei Ausschreibungen online, die Kunst und Sport vermischen. Ja, wegen der Olympischen Winterspiele
natürlich, bei denen Südtirol 2026 auch mitspielen darf. Und die
Künstler*innen sowieso. Mit künstlerischen Fahnen – oder einer
Ausstellung im SKB Artes. Hier und hier
bekommt ihr mehr Infos. Und wir sprinten sportlich weiter: Denn was ist
international so los? Was macht das Feuilleton? Wer auf Tiktok ist,
kann sich die frischeste Presseschau jetzt von diesem Kanal hier liefern lassen. In aller Kürze kuratiert. Und der Kanalname föjetong
ist eh ganz unser Humor. Schnell können wir auch: Ihr wollt den
ultimativen Tipp zum Entfliehen, wenn's zuviel wird? Geht doch mal ins
Kloster! Waren wir zuletzt auch. In Neustift zum Beispiel. Kunst gibt's da genug. Und viel von dem, was einmal Gegenwart war. Im Bild seht ihr ein Detail des "Chinesischen Kabinetts" in Neustift, das erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde.
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Bis hierhin haben wir schon wieder viel getippt. Die nächsten Tipps
bleiben kurz. Weil's jetzt um kurze Ausstellungen gehen soll, die lange
nachhallen. Deshalb nicht zuviel reden, einfach (vorbei-)schauen. Bei Miriam Bajtala zum Beispiel, deren Ausstellung "Working Class Daughter" schon einige Wochen in der Neuen Galerie
in Innsbruck zu sehen ist. Auf wenigen Quadratmetern tut die Künstlerin
dort eine ganze Welt voller Fragen auf. Es geht um soziale
Gerechtigkeit, Migration, Klassismus. Und letztlich auch ums
Künstler*innen-Sein selbst. Welchen Wert hat Arbeit? Welchen Stellenwert
die eigene Biografie im eigenen Werk? Und mit welchen Vorurteilen gehen
wir durch die Welt? Miriam Bajtala fragt mit dem Zeichenstift. Und der
Kamera. Wie lange hat sie dafür gebraucht? Ihren Arbeitsaufwand für die
Ausstellung in Innsbruck hat sie sauber protokolliert. Könnt ihr sehen,
noch bis 3. Mai.
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Schleunigst weiter – zu kurzen Ausstellungen, die lange nachhallen. Dafür seid ihr im Fotohof Salzburg
eigentlich ziemlich oft an der richtigen Adresse. Für uns sind es oft
die besonderen Personalen (und die Publikationen dazu!), die staunen
lassen – vor Kurzem von Stefanie Moshammer
etwa. Aktuell zeigt der Fotohof eine Gruppenschau mit thematischer
Setzung. Fotografie – ja, dieses Mal aber auch Fotografie, die aus der
Fläche herauswächst. Der Fotohof hat für "Extroverted Images" mit Billie Clarken, Nikita Diakur, Clemens Fischer, Alex Grein und Lucas Leffler
gleich fünf Positionen gefunden, deren Fotografie skulpturale oder gar
installative Ansätze verfolgt. L-a-n-g macht das die Ausstellung
übrigens nicht. Abwechslungsreich eher. Und man beginnt nachzugrübeln:
Was macht das Auswachsen mit der Fotografie? Wer passt da noch rein? Und
schon hat man den Nachhall, den man sich wünscht.
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Weitere Tipps findet ihr wie immer
drüben bei Instagram.
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Dieser Newsletter wurde verfasst von
Barbara Unterthurner (Obfrau Verein "Büro für Gegenwartskunst")
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19.04.2025: Nie ganz fehlerfrei
12.04.2025: Inspired by?
05.04.2025: Kunst auf offener Straße
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Bildcredits: (1) c) BfG (2) BfG, Ausstellungsansicht "Miriam Bajtala: Working Class Daughter",
Neue Galerie Innsbruck (3) c) Alex Grein "Speicher", 2021.
Courtesy: Die Künstlerin und Galerie Gisela Clement, Foto: Mareike Toch.
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Büro für Gegenwartskunst –
Verein zur Förderung von Gegenwartskunst im Alpenraum
Höttinger Au 76, 6020 Innsbruck
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